GOEDART PALM

Virtuelle Textbaustelle

Denken, nachdem die Technik zu denken beginnt.

Der Mensch baut Maschinen. Die Maschinen bauen Welt. Was bleibt vom Menschen?

Maler mit grüner Kappe vor einer pointillistischen Parkszene
Goedart PalmKI-Bild, 2026

Aktuelle Lektüre

Neu aus der Textbaustelle

Kann künstliche Intelligenz ein Freund sein?

KI kann sprechen, widersprechen, trösten, überraschen und gelegentlich sogar komischer sein als Menschen. Aber sie kann nicht mit uns in eine Kneipe gehen, schweigen, einen Raum teilen oder uns ansehen. Vielleicht entsteht hier eine neue Form von Nähe, die gerade deshalb irritiert, weil ihr der Körper fehlt.

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Die KI und die Bescheidwisser

Am sichersten urteilen über künstliche Intelligenz häufig diejenigen, die kaum mit ihr arbeiten. Ihre Einwände sind erstaunlich konstant: keine Zwischentöne, kein Humor, keine Ambivalenz, kein eigentliches Verstehen. Vieles davon ließe sich inzwischen experimentell überprüfen – aber Gewissheiten sind bekanntlich robuster als Erfahrungen.

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Singularität

Was geschieht, wenn Denken nicht länger als exklusiv menschliche Tätigkeit begriffen werden kann? Die technische Singularität ist vielleicht weniger ein zukünftiges Ereignis als eine gegenwärtige Kränkung: Wir verlieren nach und nach das Privileg, bestimmte geistige Leistungen allein uns selbst zuzuschreiben.

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Orientierung

Wo anfangen?

Diese Website ist über mehr als zwei Jahrzehnte gewachsen. Wer nicht mit der Suchfunktion und einer Machete anreisen möchte, kann hier beginnen.

Wenn Sie wegen künstlicher Intelligenz hier sind

Texte über KI, Autorschaft, maschinelles Denken und die eigentümliche Lage des Menschen, der zunehmend mit seinen eigenen Erfindungen konkurriert.

Zu KI und Singularität →

Wenn Sie wissen wollen, wo das alles herkommt

Bereits lange vor ChatGPT ging es hier um virtuelle Welten, Cyberkultur, digitale Identität und die Frage, wie technische Medien unsere Wirklichkeit verändern.

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Wenn Sie wenig Zeit haben

Aphorismen, Beobachtungen und kleine Denkstörungen. Manche Texte brauchen keinen langen Anlauf.

Zu den Aphorismen →

Wenn Sie Literatur bevorzugen

Über Schreiben, Lesen, Sprache und die merkwürdige Hoffnung, dass Texte klüger sein können als ihre Autoren.

Zur Literatur →

Wenn Sie lieber sehen als lesen

Bilder, digitale Arbeiten, KI-Experimente und andere Versuche, Wirklichkeit in eine andere Form zu bringen.

Zur Kunst →

Aus dem Archiv

Zukunft, bevor sie Gegenwart wurde

Viele der hier versammelten Texte über virtuelle Realität, Netzmedien und digitale Kultur entstanden zu einer Zeit, als soziale Netzwerke noch nicht den Alltag strukturierten, Smartphones nicht existierten und künstliche Intelligenz für die meisten Menschen vor allem Science-Fiction war.

Manches daran ist historisch geworden. Anderes liest sich heute merkwürdig gegenwärtig.

Das Archiv soll deshalb nicht lediglich dokumentieren, was einmal geschrieben wurde. Es erlaubt auch einen Vergleich zwischen damaligen Erwartungen und einer Gegenwart, die gelegentlich schneller eingetroffen ist, als man ihr zutraute.

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Das Projekt

Diese Website ist Archiv, Werkstatt und Versuchsanordnung.

Seit den späten 1990er Jahren beschäftigen mich digitale Medien, virtuelle Wirklichkeiten, Literatur, Philosophie und die Frage, was technische Systeme mit unseren Vorstellungen vom Menschen machen. Inzwischen hat sich das Verhältnis umgekehrt: Nicht mehr nur Menschen betrachten Maschinen. Maschinen betrachten, beschreiben und imitieren zunehmend auch Menschen.

Künstliche Intelligenz verschärft damit Fragen, die älter sind als sie selbst. Was bedeutet Autorschaft, wenn Texte maschinell erzeugt werden können? Was bleibt von Kreativität, wenn Stil reproduzierbar wird? Was heißt Intelligenz, wenn sie nicht mehr notwendig an einen menschlichen Körper gebunden ist? Und warum sollte ausgerechnet der Mensch bei der Beschreibung all dessen die neutrale Instanz sein?

Die Texte und Arbeiten dieser Website bilden keine geschlossene Theorie. Sie sind eher eine fortgesetzte Baustelle: ältere Positionen neben neueren, Essays neben Aphorismen, Bilder neben Argumenten, Irrtümer neben Dingen, die sich überraschend gut gehalten haben.

Publikationen

Veröffentlichungen und Kontexte

Texte und Beiträge erschienen unter anderem im Umfeld von TELEPOLIS, bei Wiley-VCH, Springer sowie in wissenschaftlichen und kulturellen Publikationen. Arbeiten wurden in unterschiedlichen publizistischen, akademischen und künstlerischen Zusammenhängen veröffentlicht und gezeigt.

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Im Gespräch

Kontakt

Diese Website ist kein abgeschlossenes Werk. Hinweise, Widerspruch, Publikationsanfragen und Gespräche sind willkommen.

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