Ich in Swinging London April 1968, Werbung für Kubricks "2001" (1968), "Blackbeard´s Ghost" (1968) und "The Sound of Music" (1965), two worlds, Knightsbridge, Sausages and Pies, so sieht eine Metropole aus. Heute ist von dieser Szenerie nicht viel übrig geblieben. Das "Dominion" existiert noch, der YMCA ist an dieser Stelle Geschichte... historische "Großaufnahmen" vom Verfasser hier >>
Chronologisches und Chronisches zum Verfasser
Ausreden vom Verfasser
Samuel Johnson: "Few things are impossible to diligence and skill. Great works are performed not by strength, but perseverance."
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Die Seite "Timemachine" und ihre Unterseiten graben in meinen wuchernden Trivialbildwelten, im (leider) entsorgten Kinderkram, im Alltagsschutt der Jahrzehnte, ein bisschen Marcel Proust, ein bisschen malträtierter Geschmack und eben viel Wirklichkeit...

"Alles in unserem Kopfe ist dem Zwang des Augenscheins unterworfen; wir sind nicht für die Wahrheit geschaffen, und die Wahrheit geht uns nichts an. Die optische Täuschung allein soll man erstreben." (Abbé Galiani).

Warum noch schreiben? In der Allherrschaft von Informationen provoziert die Abundanz und Gemächlichkeit von Literatur den rasenden Zeitgenossen. Literatur steht unter dem Verdacht, ein Flaneur zu sein, die Welt mit nebulösen Begriffen von Nischenpositionen aus zu verfehlen. Niemand will sich mehr, wie weiland Baudelaire, das Tempo von einer Schildkröte angeben lassen.

Auch die Hartnäckigkeit der Feuilletons, die ihren Stoff scheinbar ungebrochen verteidigen, kaschiert nicht den Selbsterhaltungscharakter dieser Unternehmungen. Literatur ist nicht länger eine stark nachgefragte Aufklärung der gebildeten Welt, sondern Stoff schwacher Distinktionen für aussterbende Gesellschaften.
Milieus statten sich mit je eigenen Lektüren aus und geben ihrem lifestyle ein blasses decorum. Wer sich über die menschliche Seele "informieren" will, liest längst nicht mehr Dostojewski, Nietzsche oder Flaubert, sondern greift je nach Verständnishorizont auf Wissenschaft oder psychologische Weichspüler zurück. Meinem Anspruch genügt es völlig, einen Essay zu schreiben, der sich dem "drive" eines unbestreitbar wahren Riffs anverwandelt, ohne ungenau zu werden.
Goedart Palm jetzt auch unter Glanz und Elend