Beethoven

Beethoven-Projekte – Archiv

Musiktheater, Beethovenfest und künstlerische Arbeiten von 2005 bis 2020.

Diese Seite führt die zuvor verstreuten Projektseiten chronologisch zusammen. Historische Texte, Datierungen, Beteiligte, Bildfolgen und Projekthinweise bleiben erhalten; die eigenständigen Essays über Beethoven als Mensch, Popfigur und Bildmotiv stehen weiterhin auf ihren eigenen Seiten.

Historisches Projektarchiv

2005 · Beethoven und Schiller

Was Sie schon immer über Klassik wissen wollten,

aber nie zu fragen wagten....

 Wem der große Wurf gelungen

 „Ludwig van“ trifft „Friedrich von“

 Eine fiktive Begegnung

Am 24. September 2005, 19.30 h in der Halle Beuel    

1805:

Wenige Tage vor seinem Tod trifft Friedrich Schiller, der fieberhaft an seinem letzten Drama über den falschen Kaiser „Demetrius“ arbeitet, auf den jungen Beethoven. Der hat gerade die Widmung an Napoleon aus seiner „Eroica“ herausgekratzt....

 

1827:

„O Ihr Menschen, die ihr mich für feindselig, störrisch oder misanthropisch haltet ...“ - Beethoven blickt kurz vor seinem Lebensende auf die Veränderungen der musikalischen Welt und fühlt sich ausgeschlossen. Da trifft er auf ein Gespenst: Schiller, dessen Jugendgedicht er in seine letzte Sinfonie eingebaut hat, ist gerade auf dem Weg vom Massengrab in die Fürstengruft. Braucht die Musik seit der 9. Sinfonie die Sprache? Oder wird in der Romantik die Sprache selbst zur Musik? Wie überlebt man als „Klassiker“ den Tod?  ...

2005:

Ludwig und Friedrich treffen sich an den Gräbern ihrer nächsten Verwandten: in Bonn auf dem alten Friedhof. Zwei „Untote“ unterhalten sich über Aufstieg und Abstieg der „Klassik“. Richard Wagner und ein deutscher „Großkritiker“ begleiten sie auf dem Weg durch die zwei Jahrhunderte. 

 

Ohne sich je persönlich kennen gelernt zu haben, haben sie gemeinsam ein „Weltkulturerbe“ erschaffen. Zwei Klassiker haben sich zu einem bis heute verstörenden Opus Magnum vereint; im wirklichen Leben – obwohl Zeitgenossen – sind sie sich aber nie begegnet.

Als Schiller vor 200 Jahren mit 45 Jahren starb, war der 11 Jahre jüngere Beethoven noch auf dem steinigen Weg zum „Klassiker“. Wie Schiller hatte er mit der Zensur zu kämpfen. Aber anders als Schiller mochte er sich als Mensch nie in die Gesellschaft einfügen, und rebellierte bis zu seinem letzten Werk gegen die Hörgewohnheiten des Publikums.  

Schillers Text und Beethovens Musik verbinden sich im Finale der Neunten Sinfonie zu einem kongenialen, wenn auch bis heute bizarren, schrillen und fragwürdigen Meisterwerk, das zugleich als „Song of Joy“ und „Europahymne“ populistische Qualitäten hat.

Beide definieren ihre jeweilige Rolle als Künstler in der Gesellschaft radikal neu; sie verstehen sich als politisch-moralische Erzieher des Menschen durch Kunst, entwickeln ein neues Selbstbewusstsein als Künstler in der bürgerlichen Gesellschaft und fordern ihr Publikum auf, durch Kunst ihre Kräfte zu sammeln, um die Welt und sich selbst gegen alle Widerstände weiterzuentwickeln. Was können sie uns heute noch sagen? Was hätten diese beiden – wären sie sich je begegnet – mit einander besprochen? Was verband sie in ihrer Zeit und nach ihrer Zeit? Wie hätten sie gegenseitig ihre Künste bewertet? Und vor allem: was hätten sie zu ihrer Rezeption im 19. und im 20. Jahrhundert, und schließlich zu ihrer Stellung im heutigen Kulturbetrieb gesagt?  Während sich „Ludwig van“ und „Friedrich von“ unterhalten, scheinen ihre Werke in Ausschnitten auf, musiziert und gespielt von Bonner Schülern.

 

Worum geht es dabei:

Kann man Tote zum Leben erwecken? Oder leben sie vielleicht doch noch?

Und was lebt von Ihnen?

Im Jahr 2005 erinnert sich die Welt an Friedrich Schillers 200. Todestag. Dass er oft in einem Atemzug mit Beethoven genannt wird, liegt an der 9. Sinfonie, der Vertonung der Ode an die Freude - vielleicht dem bedeutendsten, zumindest einem der berühmtesten Meisterwerke deutscher Klassik. Warum eigentlich? Und wer hat je nach der sonstigen Beziehung der beiden Zeitgenossen gefragt, die so viele Ideale und Ideen verband? Niemand bisher so recht!  Trotz aller inneren Nähe sind sich die Zeitgenossen nie begegnet. Beethoven hat trotz größter Verehrung für Schillers Werk und verzweifelter Suche nach geeigneten Opernstoffen kaum eine weitere Schiller-Zeile vertont. Und was Schiller vom berühmtesten Komponisten seiner Zeit wahrnahm, ist bisher unerforscht, allerdings hatte er große Hoffnungen für die zukünftige Bedeutung der Gattung Oper. 

Was hätte er zu Beethovens einziger Oper gesagt, die in Schillers Todesjahr von der Zensur erst einmal verboten wurde? Wie hätte eine Begegnung der beiden ausgesehen? Was hätten die beiden Genies miteinander verhandelt? Welche Ideen, welche Werke verbinden sie? Und überhaupt: ist das Ganze noch aktuell? Was interessiert uns heute an Beethoven und Schiller? Wenn wir noch Zugang zu ihren Ideen haben - finden wir sie auch über ihre Gefühlswelten? Warum ist Pathos so unzeitgemäß geworden? Was drückt es aus?  Was würden Schiller und Beethoven heute dem Bundeskanzler sagen, einem Flutopfer oder einem Selbstmordattentäter?  Oder raunen sich vielleicht zwei alte Damen, die nebeneinander in Bonn auf dem Alten Friedhof liegen, Anekdoten über ihre bedeutenden Angehörigen zu: Mutter van Beethoven und Ehefrau von Schiller?  Dies sind nur einige der vielen möglichen Fragen und Perspektiven einer fiktiven Begegnung zwischen den beiden Genies.  

   Wie funktioniert die Umsetzung:

Mit Hilfe von Ausschnitten aus Schillers Werken, sonstigen Ideen und Zitaten aus ihren schriftlichen Äußerungen sowie Musikbeispielen von Beethoven (u.a.), aber auch durch visuelle Veranschaulichungen (Videos und/oder digitale Animation etc.) sollen der „Geist der Klassik“, der die beiden verband, aber auch die gemeinsamen Spuren vor Ort in Bonn erforscht werden. Das Ergebnis wird ein Musik/Theater-Projekt in der Halle Beuel werden, in dem die Begegnung von Schiller und Beethoven Gestalt gewinnt, zur Wirklichkeit wird, wobei ihre Gespräche (möglicherweise aus Zitaten zusammengestellt) nur den Rahmen bieten sollen, um Werke und Ideen selbst sprechen zu lassen.

Ziel ist es, auch einen kleinen Überblick über Beethovens und Schillers zentrale Werkideen zu geben und diese auf ihre heutige Aktualität zu befragen. Beispiele und mögliche Ansätze hierfür sowie Hilfe bei den Recherchen sind bei den Projektpartnern abrufbar.  

Was ist die Herausforderung an Schüler und Schulen:

Die Herausforderung für Schüler wird darin liegen, geeignete Ausschnitte und Beispiele zu finden, herauszustellen und vorzuspielen. Gefragt sind vor allem die Theater-AGs, aber auch engagierte Deutsch- und Musikkurse, Schul-Chöre und Musizierende, gerne auch Philosophie (Schillers Ästhetik) und ev. Geschichtskurse (Schillers historische Schriften).

Da jede Schule nur wenige, kürzere Bausteine beisteuern sollte, ist der Vorbereitungs­aufwand für die einzelne Gruppe überschaubar. Idee ist bisher, nach Sichtung und Auswahl der von den Schülern vorgeschlagenen Module einen Dialog Schiller-Beethoven zu erarbeiten, in dem die Werkbeispiele eingeblendet werden. Die Projektpartner (Theater-Profis, Drama­turgie, Musikwissenschaftler) stehen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Die Zusammensetzung der vorgeschlagenen Bausteine wird von den Beteiligten gemeinsam festgelegt. Die Kooperation verschiedener Schulen und Schulformen in der Region in und um Bonn könnte ein Anstoß für zukünftige gemeinsame Projekte sein.

 

Präsentation/Timing:

Bisher sind für das Schiller-Beethoven-Projekt zwei Aufführungen am 24. September 2005 in der Halle Beuel vorgesehen: eine Vormittagsvorstellung für Schulen sowie eine Nachmittags- oder Abendvorstellung. Die Generalprobe findet am 23. September in der Halle Beuel statt. Weitere Probentermine in geeigneten Proberäumen des Schauspiels werden noch angesetzt. Eine weitere Aufführung im Rahmen des Bonner Schulkultur-Festivals (27.11.-4.12.05) und weitere Schulaufführungen sind bei Erfolg und Interesse möglich. Inhalt, Ablauf und Beteiligte müssen bis zu den Sommerferien feststehen und die Proben aufgenommen haben. Da der Koordinierungsaufwand hoch ist, bitten wir um Rückmeldung nach Möglichkeit noch vor den Osterferien!  

Dr. Solveig Palm, Tel. 0228-9250209, email: solveigpal@aol.com

Projektprofi für Dramaturgie und Bühnenumsetzung: Nikolaus Büchel, Theater Bonn, Tel. 0228-778135 

Für Projektrecherchen: Beethovenhaus Bonn, Frau Martella Guttierez-Denhoff, Tel: 0228-9817515

 

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Premiere-Startseite

 

Texte zur Premiere

Zum "Projekt 56"

Gärtnerin aus Liebe

Eichendorff Projekt

Projekt 56

Beethoven - Schiller - Projekt

 Wem der große Wurf gelungen...

 „Ludwig van“ trifft „Friedrich von“

 eine fiktive Begegnung

   24. September 2005 Halle Beuel  

 

Texte zur Premiere

   

Einrichtung und Regie: Nikolaus Büchel, Theater Bonn

Text, Dramaturgie und Organisation: Solveig Palm

Ton- und Bildtechnik: Daniel Werner

Videoprojekt „Ode an die Freude“: Mokebia Enyuka, Lina Zimmermann, Otto Bartz, Nicklas Hergel, Eckart Rüther    

Eine erste kleine Bilderlese anlässlich der Uraufführung des Stücks „Ludwig van“ trifft „Friedrich von“  - wird noch "upgedatet"  

     1. Teil (1805)

Schiller: Damian Braschczok

Beethoven: Gerald Liebenow

Aus Schiller-Werken:

Sapieha: Martin Grützner

Don Carlos: Thorben Peters

Marquis Posa: Jan-Martin Lellek

König Philipp II.: Michael Engels

Karl Moor: Nikolas Heurich

Gedichte:

Resignation: Helena Barop, Agnes Decker, Katrin Jeschenko

Würde der Frauen: Kornelia Köster, Anne Kurka, Sonja Körner, Mona Weber, Linda Wendemuth, Alex Kunze, Sven Romberg

Macht des Gesangs:

Helena Barop, Agnes Decker

Dramaturg: Dominik Söns

Publikum: Helena Barop, Katrin Jeschenko, Christoph Heiliger, Felix Stadler

        - Pause -

 

2. Teil (1827)

Schiller: Felix Stadler

Beethoven: Dominik Söns

Dramaturgin/Texte: Katrin Jeschenko

Nänie: Helena Barop

Hyperions Schicksalslied: Agnes Decker

Egmont: Damian Braschczok

Eichendorff-Gedicht: Agnes Decker

E.T.A. Hoffmann: Martin Grützner

Felix Mendelssohn: Evghenii Ghittenstein

Goethe: Martin Grützner

Andreas Streicher: Christoph Heiliger

3. Teil (2005)

Schiller: Felix Stadler

Beethoven: Nikolas Heurich

Richard Wagner: Christoph Heiliger

Großkritiker: Gerald Liebenow

Edison: Martin Grützner

 

 Musik

„Allegro con brio“ aus Klaviertrio op. 1 Nr. 3

Trio Verano (Lucas Brunnert, Toni Ming Geiger, Anna Ostendorf)

Rondo a capriccio “Die Wut über

den verlorenen Groschen“,

„Largo“ aus Sonate op. 10 Nr. 3

Evghenii Ghittenstein

Sonate op. 13 Nr. 8 “Pathetique”, 1. Satz

Christian Casleanu

1. Satz d. 5. Sinfonie (Klavierfassung)

Eike Block, Thanh Mai Nguyen

Chöre: “Ode an die Freude”, Fidelio

Kammerchor Oberpleis

Solistin: Irina Brochin

Leitung: Pavel Brochin

Ein selbstbewusster Beethoven, sehr lebendig vorgetragen von  

Gerald Liebenow und Schiller (Damian Braschczok), beide noch zu "Lebzeiten". 

Schiller - äußerst differenziert vorgestellt von Damian Braschczok, der die Zwiespältigkeit 

der Künstlerseele präzise auf den Punkt brachte und auch auf Zwischenrufe des 

"Publikums" keine Antwort schuldig blieb. 

Frauenpower - Beethoven bleibt skeptisch. 

Würde der Frauen: Kornelia Köster, Anne Kurka, Sonja Körner, 

Mona Weber, Linda Wendemuth.  

Schiller schon im Totenreich, trotzdem jung geblieben, cool gespielt von Felix Stadler.  

Im Hintergrund Beethoven: Dominik Söns.  

Beethoven: Dominik Söns  

Vielleicht doch der echte Beethoven: Dominik Söns in vollendeter "Beethoven-Pose", 

genialisch, energisch und misanthropisch zugleich. 

Im Vordergrund Helena Barop im vollen Einsatz.

Alex Kunze, Sven Romberg - Wladimir und Estragon der Nachwuchsbühne?

 

Resignation (vorübergehend): Helena Barop, Agnes Decker, Katrin Jeschenko  

 

Trio Verano (Lucas Brunnert, Toni Ming Geiger, Anna Ostendorf) - erstaunlich perfekt.  

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Ludwig van...Fortsetzung

Hintergrundtexte zur Premiere

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Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und Teil 2 

Wem der große Wurf gelungen...

 „Ludwig van“ trifft „Friedrich von“

 eine fiktive Begegnung

   24. September 2005 Halle Beuel

 

Richard Wagner (Christoph Heiliger), der selbstbewusst (siehe oben) seine Kunst als Filmkunst des 21. Jahrhunderts projiziert, und Beethoven (Nikolas Heurich), der nicht nur den Meister beherrschte, sondern auch einen sehr überzeugenden Eindruck des Räubers Karl Moor vorstellte.  

Richard Wagner (Christoph Heiliger) erläutert sein Gesamtkunstwerk, 

Beethoven und Schiller sind skeptisch. Thomas Alva Edison (Martin Grützner) bevorzugt Digitalmedien und Sensor round.  

 

Marcel Reich-Ranicki (höchst verwandlungsfähig, der vormalige Beethoven: Gerald Liebenow ) vermittelt die Positionen. Mit globaler Kulturindustrie, 

avancierten Medien und anderen Hörgewohnheiten werden auch die Klassiker 

neu positioniert. 

 

Die Autorin Solveig Palm im Kreis der Protagonisten (rechts Thanh Mai Nguyen, Klavier)  

 

Damian Braschczok, Schlussapplaus. 

Im Hintergrund Evghenii Ghittenstein (Felix Mendelssohn und Klavier) und Thorben Peters (Don Carlos).

 

Einrichtung und Regie: Nikolaus Büchel, Theater Bonn Text, Dramaturgie und Organisation: Solveig Palm

 

Michael Engels (König Philipp II.), Thorben Peters (Don Carlos), Thanh Mai Nguyen (Klavier), 

Eike Block (Klavier), Martin Grützner (Sapieha, E.T. Hoffmann, Johann Wolfgang von Goethe, Thomas Alva Edison), Evghenii Ghittenstein (Felix Mendelssohn und Klavier).

 

Solveig Palm und Manfred Jung (Beethoven Bonnensis) bedanken sich bei den Mitwirkenden.

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Wir danken den beteiligten Schulen:

Bertolt Brecht-Gesamtschule,

Clara-Fey-Gymnasium,

Gesamtschule Troisdorf,

Gymnasium Collegium Josephinum Bonn

Hardtberg-Gymnasium Bonn

Otto Hahn-Gymnasium, Bergisch Gladbach,

Otto-Kühne-Schule, Bad Godesberg,

Tannenbusch-Gymnasium, Bonn;

insbesondere Thomas Butzlaff, Eckart Rüther, Friedhelm Roth-Lange und Manfred Sieburg für engagierte Kooperation.

Für die Betreuung durch das Theater Bonn gilt unser Dank vor allem: Günter Riebl und Karsten Meyer (Technik) Simon Valentin und Adelheid Pohlmann (Kostüme), Heike Beuke (Maske), Alexandra Freyer (Requisite), Andreas Stubenrauch (Inspizient) Dieter Saß (Ton) Frank Berg (Licht)  

Die musikalische Einstudierung der Klavierfassung der 5. Sinfonie besorgte Beatrix Ebersberg, Musikschule Bonn. Vielen Dank!  

Der GENERAL-ANZEIGER hat in seiner Ausgabe vom 26.09.2005 einen längeren Bericht über die Veranstaltung gegeben. 

Eine Produktion von Beethoven Bonnensis in

Kooperation mit dem Theater Bonn

im Rahmen des Beethovenfestes 2005

 

Backstage - Am 3.Dezember 2005 geht´s weiter...

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Weitere Texte und Bilder zur Aufführung

 

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Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und Teil 2 

 

Historisches Projektarchiv

2006 · Gefühlte 56

Gefühlte 56 - Zitat Ulrike Strauch, General-Anzeiger v. 17.08.2006: "Gefühlte 56 - 100 Jahre Klassik" heißt das Musik- und Theaterprojekt, das am Samstag, 23. September, im Lampenlager der Halle Beuel Premiere feiert und damit die 2005 mit "Ludwig van trifft Friedrich von" begonnene dramatische Reihe fortsetzt."

Gefühlte 56

100 Jahre Klassik  

Musik/Theaterprojekt von Beethoven Bonnensis

in Kooperation mit dem Theater Bonn zum Beethovenfest 2006  

Zwei nicht ganz unbekannte Herren aus Düsseldorf unterhalten sich im Jahr ihres Todes über Mozarts 100. Geburtstag. Was verbindet sie mit dem Wegbereiter der Klassik, mit dem musikalisch unübertroffenen Anti-Intellektuellen Mozart? Und was hat der mit „56“ verstorbene Beethoven dazu beizutragen? Was sagt Musik über Gefühlslagen und Gefühlsmöglichkeiten aus, und wie verändern sich diese von der Früh- bis zur Spätklassik? Bleibt „Romantik“ bis heute aktuell oder begann damals das Zeitalter der „coolen“ Ironie? Im Jahr 2006 ist es das Stichwort „Emotionale Intelligenz“, unter dem sich einige Jubilare in einer Talkshow versammelt haben.  Musikalität und Gefühl, auch unter der Lupe der Psychoanalyse - illustriert durch mehrere Musikbeiträge – werden hier auf der Couch verhandelt.  

Solveig Palm, Projekt + Text 

        14 junge Talente aus Bonn und Umgebung demonstrieren als Darsteller, Musiker und Sänger die Spannungsfelder zwischen Sprache und Musik. 

 

Heine: Nikolas Heurich . Schumann: Roman Thieltges . Mozart: Felix Stadler . Beethoven: Philipp Werner . Freud: Martin Aselmann . Moderatorin: Agnes Decker . Musik: Theresa Lier, Benjamin Nuss, Felix Wahl, Klavier, Elisa + Eleni Wittbrodt, Violine, Emily Wittbrodt, Violoncello, Nico Heinrich, Merveille Mubakemeschi, Gesang . Text und Produktion: Solveig Palm, Beethoven Bonnensis mit Unterstützung des Theater Bonn

 

  Das Projekt ist die Fortsetzung des im vergangenen Jahr sehr erfolgreichen, und mit dem Beethoven Bonnensis-Förderpreis ausgezeichneten Beethoven-Schiller-Stücks „Wem der große Wurf gelungen“, in dem zum ersten Mal das Verhältnis von Sprache und Musik thematisiert wurde.

Premiere: Samstag, 23. Sept. 2006, 20.00 Uhr

In der Halle Beuel, Spielstätte Lampenlager

Weitere Aufführungen: 26. und 29. Sept. 2006 ebenda

Eintritt: 8,- €, erm. 4,- €

Halle Beuel
Siegburger Straße 42
Bonn-Beuel

 

Fortsetzung Teil II >>

Gästebuch

Gefühlte 56 - Zitat Ulrike Strauch, General-Anzeiger v. 17.08.2006: "Gefühlte 56 - 100 Jahre Klassik" heißt das Musik- und Theaterprojekt, das am Samstag, 23. September, im Lampenlager der Halle Beuel Premiere feiert und damit die 2005 mit "Ludwig van trifft Friedrich von" begonnene dramatische Reihe fortsetzt."

Gefühlte 56

100 Jahre Klassik  

Impressionen zu einem Musik/Theaterprojekt von "Beethoven Bonnensis"

in Kooperation mit dem Theater Bonn zum Beethovenfest 2006  

Zwei nicht ganz unbekannte Herren aus Düsseldorf unterhalten sich im Jahr ihres Todes über Mozarts 100. Geburtstag. Was verbindet sie mit dem Wegbereiter der Klassik, mit dem musikalisch unübertroffenen Anti-Intellektuellen Mozart? Und was hat der mit „56“ verstorbene Beethoven dazu beizutragen? Was sagt Musik über Gefühlslagen und Gefühlsmöglichkeiten aus, und wie verändern sich diese von der Früh- bis zur Spätklassik? Bleibt „Romantik“ bis heute aktuell oder begann damals das Zeitalter der „coolen“ Ironie? Im Jahr 2006 ist es das Stichwort „Emotionale Intelligenz“, unter dem sich einige Jubilare in einer Talkshow versammelt haben.  Musikalität und Gefühl, auch unter der Lupe der Psychoanalyse - illustriert durch mehrere Musikbeiträge – werden hier auf der Couch verhandelt.  

Solveig Palm, Projekt + Text 

  Aufführung im Kammermusiksaal im Beethoven-Haus Bonn am 21.10.2006 und diversen anderen Orten. Weitere Aufführungen im November 2006.     14 junge Talente aus Bonn und Umgebung demonstrieren als Darsteller, Musiker und Sänger die Spannungsfelder zwischen Sprache und Musik. 

Heine: Nikolas Heurich . Schumann: Roman Thieltges . Mozart: Felix Stadler . Beethoven: Philipp Werner . Freud: Martin Aselmann . Moderatorin: Agnes Decker . Musik: Theresa Lier, Benjamin Nuss, Felix Wahl, Klavier, Elisa + Eleni Wittbrodt, Violine, Emily Wittbrodt, Violoncello, Nico Heinrich, Merveille Mubakemeschi, Gesang . Text und Produktion: Solveig Palm, Beethoven Bonnensis mit Unterstützung des Theater Bonn

 

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"Wem der große Wurf gelungen" Das Projekt ist die Fortsetzung des im vergangenen Jahr sehr erfolgreichen, und mit dem Beethoven Bonnensis-Förderpreis ausgezeichneten Beethoven-Schiller-Stücks „Wem der große Wurf gelungen“, in dem zum ersten Mal das Verhältnis von Sprache und Musik thematisiert wurde.

Premiere: Samstag, 23. Sept. 2006, 20.00 Uhr

In der Halle Beuel, Spielstätte Lampenlager

Weitere Aufführungen: 26. und 29. Sept. 2006 ebenda

Eintritt: 8,- €, erm. 4,- €

Halle Beuel
Siegburger Straße 42
Bonn-Beuel

 

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Gästebuch

ö

Theater Stadt Bonn Gefühlte 56 Projekt Solveig Palm

Impressionen von der Premiere

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Die Klangkörper machen sich bereit. 

 

Benyamin Nuss, Merveille Mubakemeschi

 

Die Moderatorin vor der Verwandlung. 

 

Diskurs über Musik, Gefühl und Romantik. Führen diese Wege auseinander?

 

Lässt sich Ludwig von Beethoven psychoanalysieren? 

Freud bekommt eine zweite Chance. 

 

Heine amüsiert sich über Schumann. Ist Schumann nicht zu helfen? 

 

Freud notiert alles, aber sind seine Instrumente auch tauglich, 

die deutsche Romantik zu sezieren, oder gar das Verhältnis von 

Vernunft, Gefühl und Musik aufzuklären? 

 

Mozart flieht vor der Analyse. Noch stört Freud das nicht. 

 

Heinrich Heine macht sich über deutsche Abgründeleien lustig. 

Doch vielleicht gehört er selbst zum Club. 

 

Mozart und Heine ausgelassen, Schumann und Freud bleiben skeptisch. 

 

Es musste so kommen: Freud gehört auch auf die Couch. 

   

Vorhang, Vorhang, Vorhang....

  14 junge Talente aus Bonn und Umgebung demonstrieren als Darsteller, Musiker und Sänger die Spannungsfelder zwischen Sprache und Musik. 

Heine: Nikolas Heurich . Schumann: Roman Thieltges . Mozart: Felix Stadler . Beethoven: Philipp Werner . Freud: Martin Aselmann . Moderatorin: Agnes Decker . Musik: Theresa Lier, Benyamin Nuss, Felix Wahl, Klavier, Elisa + Eleni Wittbrodt, Violine, Emily Wittbrodt, Violoncello, Nico Heinrich, Merveille Mubakemeschi, Gesang . Text und Produktion: Solveig Palm, Beethoven Bonnensis mit Unterstützung des Theater Bonn

 

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Zu Teil III >>

Gefühlte 56

100 Jahre Klassik  

Impressionen zu einem Musik/Theaterprojekt von Beethoven Bonnensis

in Kooperation mit dem Theater Bonn zum Beethovenfest 2006  

 

Benyamin Nuss, Theresa Lier, Emily Wittbrodt, Elisa und Eleni Wittbrodt, Nico Heinrich

 

Solveig Palm und Martin Grützner, Inspizient

 

Nico Heinrich

 

MMozart, ein genialer Freak?

 

Heinrich Heine, Leben in der Matratzengruft 

 

Felix Wahl

 

Theresa Lier (Piano), Elisa + Eleni Wittbrodt, Violine, Emily Wittbrodt, Violoncello

Heine: Nikolas Heurich . Schumann: Roman Thieltges . Mozart: Felix Stadler . Beethoven: Philipp Werner . Freud: Martin Aselmann . Moderatorin: Agnes Decker . Musik: , Benyamin Nuss, Felix Wahl, Klavier, Elisa + Eleni Wittbrodt, Violine, Emily Wittbrodt, Violoncello, Nico Heinrich, Merveille Mubakemeschi, Gesang . Text und Produktion: Solveig Palm, Beethoven Bonnensis mit Unterstützung des Theater Bonn

 

Solveig Palm hat alle Hände voll zu tun, 

aber die Hände im Hintergrund sind die von Leonard Palm.

 

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Benyamin Nuss

Historisches Projektarchiv

2007 · Bühne frei

Beethovenfest 2007

Impressionen 

Eröffnungsfest - Bühne frei für Beethoven

Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und 

Teil 2

Beethoven Schiller

Eichendorff

Gärtnerin I - Gärtnerin II - Gärtnerin III - Gärtnerin IV - Gärtnerin V - Gärtnerin VI

Projekt 56

Aus der Ankündigung der Stadt Bonn: "Solisten, Klein- und Großensembles präsentieren Musik verschiedener Epochen und Stilrichtungen, von der Klassik bis zum Big Band-Sound - Verantwortlich für das Musikprogramm: Dr. Solveig Palm

Mitte links, Philipp Werner, Klavier:
Eigenkomposition: Meditation in Es-Dur
Mehr dazu (externer Link)>>

Bühne Bonngasse 2007

Felix Wahl

Bühne Bottlerplatz 2007 

Hanna Bölting, Violoncello,
Felix Wahl, Klavier.

Astor Piazzola, Le grand Tango
Sergej Rachmaninov, aus: Etudes tableaux
Frédéric Chopin, Etude h-moll op.2 5 Nr. 10

Demnächst mehr...


Beethovenfest 2009

Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und 

Teil 2

Beethoven Schiller

Eichendorff

Gärtnerin I - Gärtnerin II - Gärtnerin III - Gärtnerin IV - Gärtnerin V - Gärtnerin VI

Projekt 56


Historisches Projektarchiv

2008–2009 · Ludwig van B., Klanggrund und Beethovenfest

Ludwig van B. Solveig Palm Kulturnetzwerk Bonn

© Goedart Palm 

  • Klassik, die junge Menschen begeistert
ein lebendiges Netzwerk von zahlreichen Schulen und Kultureinrichtungen
  • Violine trifft Flöte trifft Klavier trifft Gesang ... - eine Plattform für musikalische Begegnungen auch jenseits der eigenen Schule
  • kreatives Musiktheater auf hohem Niveau
  • 100 % Auslastung - unser Publikum weist uns den Weg!
  • jährliche Eröffnung des Beethovenfestes mit über 1000 Schülern auf Bühnen in der ganzen Stadt
  • musikalisches Coaching für herausragende Ensemblearbeit
  • Begegnungen mit bedeutenden Künstlern des Beethovenfestes
  • neue Erfahrungswelten mit Klassik für junge Menschen
  • Workshops und Meisterkurse
  • über 100 engagierte Musikpädagogen und sonstige Kulturfachleute, die ehrenamtlich mitmachen
    _______________________________________


  • Ein Netzwerk für klassische Musik
    (und solche, die es werden kann) in Bonn


    WARUM? 

    In allen bedeutenden Konzertstädten der Welt – Bonn hat gute Gründe, eine solche zu werden - setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass musikalisches Interesse – soll es über die kommerziellen Medienangebote hinausgehen - Erziehungsanstrengungen erfordert. Ein attraktives Konzert-Angebot allein reicht nicht mehr, um insbesondere ein junges Publikum zu erreichen.

    Längst gibt es einen Wettbewerb – nicht nur mit dem Überangebot elektronischer Unterhaltungsmedien, sondern auch mit Freizeitangeboten, in denen anspruchsvolle Kultur sich nicht aus eigener Kraft behaupten kann.

    Ein seit Jahrhunderten rund um die Welt gepflegter Kulturbereich, die „Klassik“, war und ist Höhepunkt einer musischen und geistigen Leistung, mit der die Weltgeltung Deutschlands als Kulturnation begründet wurde. Sie ist bis heute Maßstab in einer einzigartigen Kulturlandschaft, die auch neuen, experimentellen und anspruchsvollen künstlerischen Ansätzen Gewicht verleiht.

    Die sorgfältige und engagierte musische und geistige Erziehung des jungen Talents Ludwig van Beethoven in Bonn muss uns Verpflichtung sein, auch heute junge Menschen an kulturelle Werte heranzuführen, ihren Empfindungsreichtum und ihre Ideen durch „schöne Götterfunken“ zu entzünden.

    Die herausragende Chance, in dieser Stadt Beethoven als Repräsentanten eines kulturellen Selbstverständnisses zu nutzen, ist erkannt worden. Vor allem durch junge Menschen soll sie mit Leben erfüllt werden.

    Ein Festspielhaus für Beethoven wird umso mehr in die Welt ausstrahlen können, als wir nicht nur ein junges Publikum, sondern auch eine vorbildliche geistig-musische Bildung in unserer Stadt, namentlich im Zusammenhang mit dem Beethovenfest vorweisen können.

    Die Grundlagen dafür sind gut: Bonn verfügt über eine Reihe herausragender Institutionen, die auch oder vor allem die musische Bildung befördern: die Musikschule, die Beethoven Competition, das Beethovenhaus sowie theater-, museums- und auch konzertpädagogische Stellen. Durch eine vernetzte Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kultureinrichtungen werden junge Menschen mit anspruchsvoller Kultur und ihren hochkarätigen Institutionen vertraut gemacht.


    Solveig Palm hat in den letzten fünf Jahren ihrer Arbeit für Beethoven Bonnensis (Bürger für Beethoven e.V.) dieses Netzwerk aufgebaut. Hier wurden die oben genannten Einrichtungen untereinander und vor allem mit den Bonner Schulen in einer Weise vernetzt, die viele (jährlich mehrere tausend!) musisch begabte und interessierte junge Menschen zusammengebracht, Interessen geweckt und Talente gefördert hat.

    Über die bisherigen Aktivitäten hinaus ist nun mit der neuen Plattform "Ludwig van B." ein offenes Netzwerk für Schulen, Kultureinrichtungen, Vereine und engagierte Einzelpersonen entstanden, das die bisherige Jugendarbeit weiter professionalisiert und die erreichte Qualität und Quantität weiterentwickeln möchte.


    In Zukunft wird es noch mehr darauf ankommen,
    - die Kooperationen untereinander auszubauen,
    - weiterhin eine große Zahl junger Menschen mit unterschiedlichen Formaten zu erreichen und
    - die Ausstrahlung der Beethovenstadt Bonn und des Beethovenfestes als „junge“ Kulturstadt über das regionale Interesse hinaus zu verbreiten.

    Das hier entwickelte Netzwerk versteht sich dabei als Mittler, Motor und Initiator.

    Ludwig van B.

    Ludwig van B. unter YouTube

    Eichendorff (Musiktheater)

    Gärtnerin aus Liebe (Oper)

    Gefühlte 56 (Musiktheater)

    Götterfunken (historisch nicht verfügbar)

    Wem der große Wurf gelungen (Musiktheater)

    Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und Teil 2 

    Beethovenfest 2009

    Nach oben ] [ Impressionen (historisch nicht verfügbar) ] [ Buehne frei ] [ Buehne frei II ]

    Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und 

    Teil 2

    Konzert Beethoven Orchester Bonn mit Stefan Blunier

    Beethoven Orchester Bonn Stefan Blunier

    Und von oben - das wäre ein ganz gutes Schallplattencover

    Beethoven Orchester Bonn

    Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und 

    Teil 2

    Beethoven Schiller - Eichendorff

    Gärtnerin I - Gärtnerin II - Gärtnerin III - Gärtnerin IV - Gärtnerin V - Gärtnerin VI

    Projekt 56

    Götterfunken


    Bühne frei für Beethoven - Impressionen 2009

    Ludwig van B. Bühne frei für Beethoven Beethovenfest 2009

    © Goedart Palm 

    Bühne frei für Beethoven 2009 - die Stimmung ist gut, aber das Wetter schlecht. 

    Ludwig van B. Beethovenfest

    © Goedart Palm 

    1400 und mehr Klangkörper

    © Goedart Palm 

    Maria-Theresia van Schewick, Solveig Palm, Manfred van Rey

    Bühne frei für Beethoven Ludwig van B. Stephan Eisel

    © Goedart Palm 

    Maria-Theresia van Schewick, Manfred van Rey, Stephan Eisel

    Bühne frei für Beethoven - Ludwig van B. 2009

    © Goedart Palm 

    Bühne frei für Beethoven 2009 - Postgasse 

    Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und Teil 2 

    Beethoven Schiller

    Gärtnerin I - Gärtnerin II - Gärtnerin III - Gärtnerin IV - Gärtnerin V - Gärtnerin VI

    Ludwig van B.

    Eichendorff (Musiktheater)

    Gärtnerin aus Liebe (Oper)

    Gefühlte 56 (Musiktheater)

    Götterfunken (historisch nicht verfügbar)

    Wem der große Wurf gelungen (Musiktheater)

    Bühne frei für Beethoven - Impressionen 2009

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    Ludwig van B. Beethovenfest 2009 Bonn
    Ludwig van B. Beethovenfest 2009 Bonn

    © Goedart Palm 

    Andreas Etienne, Barbara Dieckmann

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    Ludwig van B. Beethovenfest Bonn Kulturnetzwerk
    Ludwig van B. Beethovenfest Bonn Kulturnetzwerk

    © Goedart Palm 

    Die Klangkörper machen sich bereit.

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    Bühne frei für Beethoven Ludwig van B.
    Bühne frei für Beethoven Ludwig van B.

    © Goedart Palm 

    Konzentration 

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    © Goedart Palm 

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    Bühne Beethoven Ludwig van B. Kultur bewegen in Bonn
    Bühne Beethoven Ludwig van B. Kultur bewegen in Bonn

    © Goedart Palm 

    Tanz in der Poststraße - Bühne frei für Dancefloor

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    Klanggrund Ludwig van B. Beethovenfest 2009
    Klanggrund Ludwig van B. Beethovenfest 2009

    © Goedart Palm 

    Klanggrund 

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    Der GA berichtete verschiedentlich über den "Klanggrund" als neue Idee der Stadt in Kooperation mit dem Theater und der Brotfabrik (Lokales Bonn, S. 23 v. Frank Vallender). 

    Am 30. August 2008 hat Frau Solveig Palm beim Eröffnungsfest des Beethovenfestes zum ersten Mal den "Klanggrund" gegen manche Bedenkenträger aus der Taufe gehoben. Nun hoffen wir auf ein Angebot der Veranstalter, hier auch die musikalische Jugend aus Bonn präsentieren zu dürfen. Deshalb nachfolgende Mitteilung - ob für einen redaktioneller Beitrag, oder als Leserbrief überlasse ich gern Ihnen. 

    Solange wir uns noch gute "Gründe" für "Klang" schaffen, herrscht noch das Prinzip Hoffnung: dass Kultur für alle Menschen da ist, und sie manchmal auch da abholen kann, wo sie es vielleicht gerade am dringendsten brauchen, das wurde vor 15 Monaten zum ersten Mal im "Klanggrund" bewiesen. Gegen mancherlei Bedenken wurde zur Eröffnung des Beethovenfestes 2008 der Standort vor dem Bahnhof mit dieser Bezeichnung als eine von sieben Bühnen der Open-Air-Veranstaltung "Bühne frei für Beethoven"  aus der Taufe gehoben - mit großem Erfolg! 

    Der General-Anzeiger schrieb dazu am 29.8.2008 im Feuilleton unter der Überschrift "Auch der Bahnhof wird bespielt" im Text: "Ein neuer musikalischer Standort ist der 'Klanggrund' statt Bonner Loch. Auch die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisenden Besucher der Stadt sollen an diesem Samstag mit Musik empfangen werden. Deshalb gibt es erstmalig auch an der Bahnhofsunterführung einen 'Klanggrund' im doppelten Sinne. Mehr als 100 musizierende Schülerinnen und Schüler präsentieren hier mit sechs verschiedenen Ensembles die einladende Beethovenstadt Bonn... Solveig Palm ... organisiert den Auftritt von rund 750 Schülern und 300 Musikschülern...".  

    Auch die WDR-Lokalzeit hatte dies zum Anlass genommen, aus dem "klanggrund" erstmalig über das Eröffnungsfest zu berichten. 

    Auch zum Beethoven-Eröffnungsfest in diesem Jahr am 5. September gab es wieder den "Klanggrund" - in diesem Jahr moderiert durch den damaligen Leiter der Gesamtschule Beuel. Wir freuen und bedanken uns, dass er in seiner neuen Funktion als Oberbürgermeister unsere Idee, Bonn-Besucher an dieser Stelle mit Musik (bzw. Kultur) zu begrüßen, aufgegriffen hat und wünschen uns nicht erst für das nächste Beethovenfest, dort wieder mit der musikalischen Bonner Jugend präsent sein zu dürfen, um unter Beweis zu stellen, dass es viele (menschlich durchaus notwendige) "Gründe" für schönen "Klang" gibt  - übrigens auch für ganze Orchester, die in Zukunft in der Beethovenstadt beheimatet oder zu Gast sein sollen. Musik ist unsere Zukunft, denn ebenso schlimm, wie die materielle Armut ist die seelische.

    Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und Teil 2

    Beethoven Schiller

    Ludwig van B.

    Eichendorff (Musiktheater)

    Gärtnerin aus Liebe (Oper)

    Gefühlte 56 (Musiktheater)

    Götterfunken (historisch nicht verfügbar)

    Wem der große Wurf gelungen (Musiktheater)

    Historisches Projektarchiv

    Götterfunken · Musik, Poesie und Demokratie

    "Götterfunken" - 

    Friedrich von, Ludwig van ... und die Demokratie

    Ein Musiktheaterstück von "Ludwig van B." in Kooperation mit Hardtberg Kultur e.V. mit über 100 beteiligten Schülerinnen und Schülern aus 7 verschiedenen Schulen. 

    Götterfunken Ludwig van B. Solveig Palm
    Götterfunken Ludwig van B. Solveig Palm

    Hitzige Diskussionen um Demokratie und andere Werte 

    Schiller (Moritz Preisler), Beethoven (Dominik Söns), Reich-Ranicki (Martin Grützner), Moderator (Alexander Sehan) 

    Längere Szene aus dem Stück "Götterfunken" 


          Was sind schon 60 Jahre gegen 250!

    Aus Anlass seines runden Geburtstags und des Verfassungs­jubiläums schaut Friedrich Schiller in Bonn vorbei und begegnet seinem großen musikalischen Zeitgenossen. Zwischen Gestern und Heute verstricken sich die beiden Klassiker nicht nur verbal in Politik, Literatur und natürlich  - Musik . Vor allem über die gemeinsame "Ode an die Freude". 

    Das ist die Idee, mit der sich in theatralischer und musikalischer Form Schüler aus 8 verschiedenen Schulen aus Bonn und Umgebung beschäftigen, um im September im Rahmen des Beethovenfestes im Alten Wasserwerk ein Musiktheaterstück zu präsentieren. Über 50 Probentage sind im Kulturzentrum zur Vorbereitung des Projektes angesetzt. Wegen der vielen Beteiligten kann das Stück nur in Auszügen im Kultuzentrum selbst präsentiert werden. Die Aufführung des gesamten Stücks findet am 12. September 09 im "Alten Wasserwerk" (Regierungsviertel, Hermann-Ehlers-Str.) um 20.00 Uhr statt.

    Das neue Musiktheaterstück von Ludwig von B. knüpft mit diesem Format an die früheren Erfolge an, die zugleich unterhaltsam und lehrreich sind. Beteiligte Schulen sind u.a.: Donatus-Grundschule, Beethoven-Grundschule, Helmholtz-Gymnasium, Adelheidis-Gymnasium, Konrad-Adenauer-Gymnasium Meckenheim. Musikalische Einstudierung: Johannes Laas, Julia Kartaschowa, Lothar Reiche-Ebert, Annette Chang-Küsche. Bühnenbild + Kostüme: Heidi Hellberg, Regie: Joe Knipp,  Produktionsleitung, Text, Dramaturgie: Solveig Palm

    Eintritt: 18.- Euro, erm. 9,- Euro

    Karten über www.Bonnticket.de, email: tickets@bonnticket.de  und alle Vorverkaufsstellen; Restkarten an der Abendkasse (Altes Wasserwerk!)

    Das Projekt wird maßgeblich gefördert durch den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und die Stiftung Jugendhilfe der Sparkasse in Bonn.

    Teil 2 >>

    (Denis Leupolt)


    Ludwig van B.

    Ludwig van B. - Netzwerk Schule und 

    Kultur für musikalische Jugendarbeit in Bonn

    Eichendorff (Musiktheater)

    Gärtnerin aus Liebe (Oper)

    Gefühlte 56 (Musiktheater)

    Götterfunken Teil 2 >>

    Wem der große Wurf gelungen (Musiktheater)

    Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und Teil 2 


    (Christine Heßeler - Helmholtz Chor, Chorleiter Johannes Laas)

    Teil 2 >>

    Plenarsaal Altes Wasserwerk

    Diskurse und Demokratie - Ideal und Wirklichkeit der Politik

    (Martin Grützner und Denis Leupolt)

    Parlamentarier wanken von der Bühne - rechts das Orchester

    Freude sprudelt in Pokalen; in der Trauben goldnem Blut
    trinken Sanftmut Kannibalen, die Verzweifelung Heldenmut,
    Brüder, fliegt von euren Sitzen, wenn der volle Römer kreist!
    Laßt den Schaum zum Himmel spritzen, dieses Glas dem guten Geist!
    Den der Sterne Wirbel loben, den des Seraphs Hymne preist,
    dieses Glas dem guten Geist überm Sternenzelt dort oben.
    "Die "Ode an die Freude", was bedeutet sie heute, in einer Zeit, die mit schwerem Pathos nicht mehr viel anfangen kann? Diese Frage stand im Zentrum der Produktion "Götterfunken", klug in Szene gesetzt von "Ludwig van B.", dem "Netzwerk für musikalische Jugendarbeit in Bonn"." (Von Mathias Nofze, General-Anzeiger vom 14.September 2009). 

    Ludwig van B. unter YouTube

    Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5

    Götterfunken Bonn

    Schiller (Moritz Preisler), Reich-Ranicki (Martin Grützner), Beethoven (Dominik Söns), Thomas Mann (Alexander Sehan) und die Bundespräsidentin (N.N.) - ob das gut geht? 

    Die Bekenntnisse der Unpolitischen und ihre politischen Wirkungen. 

    Teil 3 >>

    Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5


    Ludwig van B.

    Ludwig van B. - Netzwerk Schule und Kultur für musikalische Jugendarbeit in Bonn

    Götterfunken

    Eichendorff (Musiktheater)

    Gärtnerin aus Liebe (Oper)

    Gefühlte 56 (Musiktheater)

     Wem der große Wurf gelungen (Musiktheater)

    Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und Teil 2 


    Beethoven

    Denis Leupolt - Dominik Söns

    Beethoven und die Freuden der Demokratie

    Wahlen 2009- Martin Grützner, Alexander Sehan 

    WDR - 11.09.2009: "Einer der Schauspieler sagt dazu: "Als Schiller damals gedichtet hat, war das etwas ganz Besonderes für die Menschen. Er hat damals Wörter benutzt wie Freiheit, die Provokation waren, und heute gibt es halt so was , wo Leute sich solche Valentinsgrüße senden, was eigentlich total absurd ist, aber die das wiedergeben, was die Menschen eigentlich wollen und das ist Liebe."" Das Zitat stammt von Alexander Sehan (rechts oben und links unten im Bild). 

    Wie gut ist die Demokratie? Fürst Leo Sapieha (Martin Grützner) ist skeptisch. 

    Die Mehrheit?
    Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn,
    Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen.
    Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
    Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
    Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt,
    Um Brot und Stiefel seine Stimm verkaufen.
    Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
    Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
    Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.

    Solistin Livia Bufi ist mit 9 Jahren die jüngste Akteurin.

    Sapieha spricht - Beethoven wird sauer


    Teil 4 >>

    Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5

    Götterfunken - Anfang


    Ludwig van B.

    Eichendorff (Musiktheater)

    Gärtnerin aus Liebe (Oper)

    Gefühlte 56 (Musiktheater)

    Götterfunken Teil 2 >>

    Wem der große Wurf gelungen (Musiktheater)

    Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und Teil 2 

    Ludwig van B. Götterfunken

    © Goedart Palm 

    Das alte Wasserwerk - Plenarsaal - Schauplatz von Götterfunken und anderen Eingebungen. 

    Stephan Eisel

    © Goedart Palm 

    Die Autorin Solveig Palm im Gespräch mit Stephan Eisel

    © Goedart Palm 

    Joe Knipp - Regie

    Wasserwerk Plenarsaal Ludwig van B.

    © Goedart Palm 

    Wem der große Wurf gelungen,
    Eines Freundes Freund zu sein,
    Wer ein holdes Weib errungen,
    Mische seinen Jubel ein!
    Ja - wer auch nur eine Seele
    Sein nennt auf dem Erdenrund!
    Und wer's nie gekonnt, der stehle
    Weinend sich aus diesem Bund.
    Ja - wer auch nur eine Seele
    Sein nennt auf dem Erdenrund!
    Und wer's nie gekonnt, der stehle
    Weinend sich aus diesem Bund.

    © Goedart Palm 

    Ludwig van B. - Netzwerk Schule und Kultur für musikalische Jugendarbeit in Bonn

    Flügel Piano Origami

    © Goedart Palm 

    Johanna Thiele (Klavier)

    Origami meets Klassik - die musische Überflügelung der Demokratie

    Freude, schöner Götterfunken,
    Tochter aus Elysium,
    Wir betreten feuertrunken,
    Himmlische, dein Heiligtum.
    Deine Zauber binden wieder,
    Was die Mode streng geteilt;
    Alle Menschen werden Brüder,
    Wo dein sanfter Flügel weilt.
    Deine Zauber binden wieder,
    Was die Mode streng geteilt;
    Alle Menschen werden Brüder,
    Wo dein sanfter Flügel weilt.

    Teil 5 >>

    Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5


    Götterfunken - Anfang


    Ludwig van B.

    Eichendorff (Musiktheater)

    Gärtnerin aus Liebe (Oper)

    Gefühlte 56 (Musiktheater)

    Götterfunken Teil 2 >>

    Wem der große Wurf gelungen (Musiktheater)

    Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und Teil 2 

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    Beethoven auf der Empore
    Beethoven auf der Empore

    © Goedart Palm 

    Beethoven im alten Plenarsaal auf der Empore. 

    Klassik-Beratung der Politik oder der Unmut des Klassikers über den 

    Verfall seiner Ideale in den Niederungen des politischen Alltags? 

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    Chor

    © Goedart Palm 

    (Chor) Freude, schöner Götterfunken,
    Tochter aus Elysium,
    Wir betreten feuertrunken,
    Himmlische, dein Heiligtum.
    Deine Zauber binden wieder,
    Was die Mode streng geteilt;
    Alle Menschen werden Brüder,
    Wo dein sanfter Flügel weilt.
    Deine Zauber binden wieder,
    Was die Mode streng geteilt;
    Alle Menschen werden Brüder,
    Wo dein sanfter Flügel weilt.

    © Goedart Palm 

    Jella Linnert (Violine), Konstantin Schürholt (Klavier) und Paul Rittel (Cello) 

    Finale 

    Es wirkten mit:

    Martin Grützner, Denis Leupolt, Konstanze Palm, Moritz Preisler, Alexander Sehan, Dominik Söns (als Darsteller) Chor des Helmholtz-Gymnasiums, Streichorchester der Donatusschule, Streichorchester der Beethovenschule, Bläser-Ensemble der Donatusschule, Livia Bufi, Christine Heßeler (Sopran), Johanna Thiele (Klavier)
    Musikalische Leitung: Johannes Laas, Kinderorchester: Julia Kartaschowa, Regie: Joe Knipp, Bühne und Kostüme: Heidi Hellberg, Text, Dramaturgie und Produktionsleitung: Solveig Palm

    Anmerkungen zum Stück "Götterfunken" 

    Während Paavo Järvi in der Beethovenhalle  seinen triumphalen Höhepunkt mit Beethovens Neunter erklomm, sprühten auch im Alten Wasserwerk die „Götterfunken“.  

    Der GA hat die Idee des dort  leider nur einmalig aufgeführten Stücks sehr gut zusammengefasst. Leider wurde es versäumt, auch nur einen einzigen der immer wieder überraschend begabten jungen Menschen, die Solveig Palm für Ihre Stücke zusammenwirken lässt, zu benennen. Weder die Initiatorin, Organisatorin und Autorin dieses Großprojektes wurde namentlich erwähnt noch der Regisseur oder auch nur einer der zahlreichen Protagonisten. Und jeder der hier auf den Punkt eingesetzten Solisten verdient es, hervorgehoben zu werden. Welches Wagnis Solveig Palm in ihren Projekten immer wieder eingeht, ist schon in der Besetzung der beiden Hauptprotagonisten Beethoven und Schiller deutlich: Der 16jährige Moritz Preisler stand mit der großen und anspruchsvollen Rolle als Schiller zum ersten Mal auf einer Bühne und meisterte seine Aufgabe, der energiegeladenen Wut des Beethoven von Dominik Söns (zuletzt zu sehen als „Podesta“ in Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“) die besonnene Klarheit der Aufklärung entgegenzusetzen. Je zwei Rollen hatten Alexander Sehan (15) und Denis Leupold (18) zu bewältigen.  Als Fernsehmoderatoren, die mit der Lifesituation von Wahlstudios zu kämpfen hatten, aber auch als historische Figuren (Thomas Mann, Körner) ließ Regisseur Joe Knipp ihrer Spielfreude freien Lauf.  Als „MRR“, Moderator des literarischen Quartetts (in diesem Fall „Quintetts“) lieferte Martin Grützner eine parodistische Meisterleistung mit viel feuchter Aussprache, vor allem als es um das „Fugen-S“ in der Verfassungspräambel ging, über die im Bundestag jahrelang diskutiert wurde. Die elfjährige Konstanze Palm entzückte als junge Schiller-Freundin Minna Stock und überzeugte mit ihrer besonnenen Intelligenz als „Frau Bundespräsidentin“ das Publikum davon, dass man sich auch mit  11 schon ein Bild von den Aufgaben der Politik machen kann – zumal in einem Wahljahr.

    Den Schlusspunkt setzte gleich an mehreren Stellen die neunjährige Livia Bufi, die vor allem mit der ganz allein, ohne Begleitung gesungenen „Ode“ den anrührenden Schlusspunkt setzte. Neben den schauspielerischen sind ebenso die geschickt einmontierten musikalischen Beiträge hervorzuheben. Der Helmholtz-Chor ist unter der Leitung von Johannes Laas (mit Solo-Einlagen von Christine Heßeler) sicher einer der besten Bonner Schulchöre geworden. Jella Linnert (Violine), Konstantin Schürholt (Klavier) und Paul Rittel (Cello) fügten mit Beethovens „Gassenhauer-Trio“ eine „musikalische Diskussion“ gestimmter Individuen ein, die noch einen gesonderten Auftritt in einem Posttower-Konzert rechtfertigt. Anlass zur Hoffnung gibt auch das Beethoven-Spiel der erst 14jährigen Johanna Thiele, die Sätze aus der „Appassionata“ und der „Pathetique“  in den abschließenden „Wahlabend“ einwarf.

    Trotz des durchwegs hohen Anspruchs fügte sich auch das 40köpfige Grundschulorchester (Donatusschule und Beethovenschule) organisch ins Geschehen ein. So konnten auch unter 10jährige eine Ahnung davon bekommen, welcher Kosmos sich über der Musik, die sie da spielten, öffnen lässt.

    Ein Projekt, dessen Gelingen erheblichen Aufwand erfordert – nicht nur wegen des auch hier wieder anspruchsvollen Textes von Solveig Palm, der dem Verständnis junger Menschen – bewusst – viel abverlangt. Diesen Anspruch wusste der Kölner Regisseur Joe Knipp durch eine von großer Spielfreude gekennzeichnete Inszenierung des komplexen Stoffes aufzulockern. Da der Plenarsaal des Alten Wasserwerks die vollkommen passende Kulisse bot, auf die das Stück auch zugeschnitten war, bedurfte es kaum eines Bühnenbildes. Heidi Hellbergs schwarz-rot-goldene Farbtupfer in den Kostümen, vor allem aber ihr riesiger origami-gefalteter Kranich über dem „Flügel“, aus dem Beethoven erklang, bildete gleichwohl ein wundervolles Gegengewicht zum Bundesadler an der Stirnseite, vor dem die jungen Menschen gesprochen und gesungen Schiller zitierten: „wo dein sanfter Flügel weilt“.

    Götterfunken - Anfang

    Längere Szene aus dem Stück "Götterfunken"


    Ludwig van B.

    Eichendorff (Musiktheater)

    Gärtnerin aus Liebe (Oper)

    Gefühlte 56 (Musiktheater)

    Götterfunken Teil 2 >>

    Wem der große Wurf gelungen (Musiktheater)

    Beethovenfest 2009 Impressionen Teil 1 und Teil 2 

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    Historisches Projektarchiv

    2010 · Beethovenfest

    Beethovenfest 2010

    Impressionen 

    Eröffnungsfest - Bühne frei für Beethoven

    Teil 2

    Beethovenfest 2010 Impressionen Goedart Palm
    Beethovenfest 2010 Impressionen Goedart Palm
    Bühne frei für Beethoven
    Bühne frei für Beethoven

    Münsterplatz Eröffnungskonzert "Bühne frei für Beethoven" 

    Beethovenfest 2010 Impressionen

    Oberbürgermeister Nimptsch (links), Leiter der Musikschule Christoph Pinsdorf (Mitte)

    Teil 2

    Beethovenfest 2010

    Impressionen 

    Eröffnungsfest - Bühne frei für Beethoven

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    Bühne frei für Beethoven

    Eröffnung "Bühne frei für Beethoven", Beethovenfest 2010 Oberbürgermeister Nimptsch

    Bühne vor dem Beethovenhaus: Stephan Eisel, Maria-Theresia van Schewick

    Klanggrund 2010 Bühne frei für Beethoven

    Klanggrund 2010 - "Bühne frei für Beethoven" 

    Bonner Saxophon-Ensemble Klanggrund 2010

    Bonner Saxophon-Ensemble

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    Historisches Projektarchiv

    2012 · Eigensinn

    Deluxe Version 

    Man stelle sich vor: Beethoven kündigt seine Neunte in drei oder vier Versionen an. Für die besser Betuchten gibt es die "Deluxe Version". Vielleicht ein fünfter Satz mit der Ode an die "Sustainability". Für die anderen gibt es nur die "Freude". Wir wissen ja, dass Geschmack eine Frage der Distinktion ist, die eben am einfachsten durch verschiedene Kunstwerke bzw. Kunstwerkstufen einzulösen ist. Now get it: "Beethoven 9. th Symphony - Deluxe Version. 15 minutes more..."

    Goedart Palm

    Beethoven Eigensinn 2012 2020 „Wahre Kunst ist eigensinnig, läßt sich nicht in schmeichelnde Formen zwängen.“ Das ist höchst zweifelhaft, wenn die Aussage historisch dialektisch betrachtet wird. Ist nicht gerade Beethoven so entschärft worden, wie er sich das sicher nicht hat träumen lassen? Sponsoring könnte bereits als Antidot gegen Eigensinn gelten. 

    Beethovens Immunisierung gegen seine Vereinnahmung in den Wiener Betrieb kann selbstredend nicht unreflektiert auf den Kulturbetrieb der Bundesrepublik Deutschland bezogen werden, auch nicht auf das Beethovenfest in Bonn. Die Frage, die sich Beethoven eher nicht vorlegen lassen musste, ist längst die, ob Kunst heute überhaupt noch eigensinnig ist. Eigensinn ist in der Politik und der Pädagogik eine vorzügliche Kategorie der Erkenntnis geblieben, in der Kunst ist der Eigensinn zur Pose verkommen. Beethoven kannte das Authentizitätsgerede nicht, das sich in das System Kunst bis hin zu dessen völliger Folgenlosigkeit einnistete. Die Wichtigtuerei, die den Betrieb heute kennzeichnet, kann Beethoven nicht gemeint haben. Zu reflektieren wäre über die Frage, was denn mit "Formen" gemeint ist. Sind es werkimmanente Formen oder die zahllosen inszenatorischen Zurüstungen, die eigentlich nur noch die Frage aufwerfen, warum wir hier in Bonn nicht längst eine Beethovenkugel erfunden haben, wenn das denn eine Erfindung sein sollte. Also was bleibt denn von Beethoven, Kunst und Eigensinn übrig, wenn der Betrieb entscheidet?

    Goedart Palm

    P.S.: "Oskar Negt und ich definieren die Revolution mit dem Wort „Eigensinn“. Es gibt einen im Menschen eingebauten Widerstand, etwas, das nicht gehorcht." (Alexander Kluge). Die Aufführungspraxis im Falle Beethovens kann diesen Anspruch nicht erheben. Es wäre zu verfolgen, ob Beethoven heute noch revolutionäre Einflüsse auf die Kompositionskunst nachgesagt werden könnten. Sonst wäre Eigensinn im Falle Beethovens nur noch als geschichtliches Phänomen zu beschreiben, das uns aktuell weder psychoästhetisch noch -politisch viel sagt. Wer zu häufig "Eigensinn" apostrophiert, dem könnte er fehlen.

    Goedart Palm  

    Historisches Projektarchiv

    2020 · Beethoven 250

    Beethoven 2020 Beethovens Geburtstag naht. Für Internetzeiten sind 8 Jahre eine Ewigkeit. Ein Logo im Jahre 2012 für ein Ereigniscluster im Jahre 2020 ist womöglich kein Desiderat. Immerhin sind einige Bonner euphorisch. 

    Beethoven 2020  

    Beethoven 2020

    Beethoven 2020

    Skizze Beethoven 2020: Mein Beethoven sollte ein wenig dynamisch erscheinen. 

    Beethoven 2020

    Ludwig van Beethoven 250. Geburtstag 2020
    Ludwig van Beethoven 250. Geburtstag 2020